BRÜHL TRIFFT AUF LA CHAUX-DE-FONDS

Wenn der SC Brühl am Samstag, 24. September 2016 (17.30 Uhr, Stade de la Charrière) in der Promotion League auswärts auf den FC La Chaux-de-Fonds trifft, begegnet er einerseits einem im Jahr 1894 gegründeten Traditionsverein in der Schweiz, andererseits aber auch dem aktuell heimstärksten Heimteam der dritthöchsten Spielklasse.

(SC Brühl/Bild: Kurt Frischknecht) Der Neuenburger Aufsteiger gilt als technisch gut ausgebildetes, lauf- und kampfstarkes Team, das vor eigenem Publikum bis anhin noch keinen Punkt abgegeben hat. Tradition verfügen die Neuenburger wie kaum ein zweiter Vertreter in der Promotion League. Die erfolgreichste Epoche hatte La Chaux-de-Fonds von Ende der 1940er bis Mitte der 1960er Jahre – in diesem Zeitraum wurde der Club dreimal Schweizer Meister und sechsmal Cupsieger. Noch immer sind die Neuenburger die Nummer 9 in der ewigen Rangliste der Super League in der Schweiz. Gewiss, das ist eine Zeit lang her – nach dem Lizenzverlust in der Challenge League im Jahr 2009 musste er in der 2. Liga neu beginnen – aber jetzt sind die Neuenburger zurück im Schaufenster des nationalen Fussballs in der Promotion League. Und als Aufsteiger haben sie schon zu Beginn ganz schön Spuren hinterlassen: beeindruckend ihre Heimbilanz mit 4 Siegen aus ebenso vielen Auftritten, etwas weniger ihre Auswärtsbilanz mit noch keinem Punkt in fremden Gefilden. Damit wird auch klar, dass der Auftritt der Brühler vom Samstag ein entsprechend schwieriger wird. Der Kunstrasen im altehrwürdigen Stade de la Charrière macht die Aufgabe für die St. Galler nicht wirklich einfacher.

Viel Tradition und eine enorme Heimstärke
Mit der Heimniederlage vom Mittwoch gegen den Tabellenführer Stade Nyonnais ist es den Brühlern nicht gelungen, den Anschluss an die Spitzenteams zu schaffen. Zu verstecken brauchen sich die St. Galler beim Neuenburger Traditionsverein auf keinen Fall – die Ostschweizer haben sich auswärts bis anhin gut gezeigt, haben neben dem Sieg in Zürich gegen United Zürich gegen Old Boys gepunktet, die beiden Partien im Schweizer Cup gewonnen und lediglich in Basel gegen die U21-Nachwuchstalente vom Serienmeister FC Basel verloren. Klar, dass die St. Galler daher alles daran setzen werden, um mit den nächsten Auswärtspunkten in La Chaux-de-Fonds den Anschluss an die vorderen Teams halten zu können. Verzichten müssen die Ostschweizer neben den verletzten Giger, Bushati und Nguyen ebenfalls auf Jakupovic, der nach seiner gelb-roten Karte eine Spielsperre absitzen muss. Über Alternativen verfügt Brühls Cheftrainer Uwe Wegmann in seinem Kader, wer den Verteidiger in der Startelf ersetzen wird, lässt der Deutsche allerdings noch offen. Eine geschlossene Mannschaftsleistung in der Defensive dürfte auch im dritten Spiel dieser Woche die Basis bilden für einen Punktezuwachs – ob die Kronen das erste Team der Liga sein werden, das La Chaux-de-Fonds nicht mit leeren verlassen muss, wird sich am mit Spannung erwarteten Samstagabend zeigen….

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