WEINFELDEN STARTET MIT SIEG NACH 0:4-RÜCKSTAND

Erstes Drittel komplett vergeigt, zweites Drittel knapp gewonnen, drittes Drittel dank enormem Steigerungslauf dominiert. Damit sichert sich der SC Weinfelden auswärts gegen den EC Wil nach einer nervenaufreibenden Partie mit einem 9:6-Sieg zum Saisonauftakt die ersten drei Punkte.

(SC Weinfelden) Nach dem vierten Treffer der Wiler kurz nach Wiederanpfiff ins Mitteldrittel hätten wohl nicht mehr viele Zuschauer auf einen Sieg der Weinfelder gewettet. Der Start ins Spiel begann für die Thurgauer nach einer vergebenen Grosschance Rothens in der 3. Minute mit einem kurz darauf folgenden Gegentreffer von Christen nicht wunschgemäss. Und nachdem P. Müller in der 11. Minute einen Gegenspieler unglücklich im Gesicht verletzt hatte, mussten die Trauben gleich fünf Minuten in Unterzahl agieren, was sie endgültig aus dem Konzept brachte. Zwei Powerplay-Treffer durch Illien und Tkachenko brachte dem EC Wil die komfortable 3:0-Führung zur ersten Pause.

Torhüterwechsel zeigte Wirkung
Nach Wiederanpfiff schien es vorerst im selben Stil weiterzugehen, denn bereits in der 21. Minute war es wiederum Tkachenko, der mit einem Weitschuss Weinfeldens Torhüter Walker bezwingen konnte, was einen Torhüterwechsel zur Folge hatte. Danach zeigte das Weinfelder Team jedoch Moral und verkürzte umgehend durch Hofer auf 4:1. Und auch ein weiterer Treffer der Wiler kurz darauf wurde von den Trauben in der 26. Minute dank hartnäckigem Nachstochern Gemperlis mit dem 5:2 beantwortet. Danach spielten die Thurgauer wie verwandelt. Sie übernahmen nun endgültig das Spieldiktat und konnten das Drittel gar mit einem Tor von Moser in der 37. Minute für sich entscheiden.

Beeindruckendes Schlussdrittel von Weinfelden
Im Schlussdrittel spielten dann fast nur noch die Weinfelder. Dolana eröffnete das Score in der 47. Minute, gefolgt von einem Weitschuss Rothens ab der blauen Linie zum 5:5 Ausgleich. Der erstmaligen Führung der Weinfelder ging dann eine etwas kuriose Szene voraus. Schläppi wurde in der 51. Minute regelwidrig gestoppt, was einen Penalty zur Folge hatte. Obwohl der anschliessende Schuss im Tor landete, gab die Head-Schiedsrichterin den Treffer nicht. Erst nach Diskussionen mit den Linienrichtern wurde das Tor dann doch noch anerkannt. Schläppi schien dies erst richtig zu beflügeln, doppelte er doch in der 55. Minute gleich nach und erzielte das 5:7. Der EC Wil reagierte darauf und ersetzte den Torhüter durch einen Feldspieler, was wie so oft zu einem weiteren Gegentreffer durch Araujo ins leere Tor führte. Damit hatten die Trauben aber noch nicht genug. So erzielte Schneider in der letzten Minute das 5:9 und Weinfeldens Verteidiger Figini überlistete zum Abschluss noch den eigenen Torhüter Metzler zum Schlussresultat von 6:9.

Wil – Weinfelden 6:9 (3:0, 2:3, 1:6)
Sportpark Bergholz – 180 Zuschauer – Sr. Eskola (Nater, Frei)
Tore: 6. Christen (Blatter, de Ruiter) 1:0, 13. Illien (Ausschluss Müller P.) 2:0, 16. Tkachenko (Hofstetter, Christen/Ausschluss Müller P.) 3:0, 21. Tkachenko (Ausschluss Moser) 4:0, 22. Hofer (König, Araujo) 4:1, 24. Meier (Wachter, Hohl) 5:1, 26. Gemperli (Müller J., Dolana) 5:2, 37. Moser (Hofer, Araujo) 5:3, 47. Dolana (Rothen/Ausschluss Schaub) 5:4, Rothen (Moser/Ausschluss Herzog) 5:5, 51. Schläppi (Penalty) 5:6, 55. Schläppi (Hofer, Moser) 5:7, 58. Araujo (leeres Tor) 5:8, 60. Schneider (Birrer) 5:9, 60. de Ruiter (Christen) 6:9
Strafen: 6mal 2 Min. gegen Wil, 8mal 2 Min. plus 1mal 25 Min. (Müller P.) gegen Weinfelden

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