WEINFELDEN UNTERLIEGT IM THURGAUER DERBY

In einem engen Spiel muss Weinfelden vor 293 Zuschauern den Derbysieg Frauenfeld überlassen. Mit 1:4 siegte dabei nicht unbedingt das bessere, sicher aber das effizientere Team.

(SC Weinfelden) Die beiden Teams starteten auf Augenhöhe und es entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel. Frauenfeld versuchte den Gegner jeweils früh zu stören, doch Weinfelden kam mit schnellen und schnörkellosen Gegenstössen immer wieder gefährlich vor das gegnerische Tor. Aber auch Weinfeldens Torhüter Nater, der diesmal den Vorzug erhielt, musste einige heikle Situationen entschärfen. Bei einer gegen Weinfelden angezeigten Strafe gelang dann Frauenfeld in der 13. Minute durch Pieroni der erste Treffer. Zwei Minuten später hatte P. Müller eine Topchance, doch Torhüter Laux rettete in extremis und auch kurz darauf hatten Gemperli und Schläppi den Ausgleich auf dem Stock. In dieser Phase spielten die Trauben stark und die Gäste hatten es ihrem Torhüter oder dem Unvermögen der Gastgeber zu verdanken, dass der Ausgleich nicht fiel. Somit ging es mit der knappen Führung Frauenfelds in die erste Pause.

Zunächst ein ebenbürtiger Gegner
Auch nach dem Tee waren die Gastgeber den Kantonshauptstädtern ebenbürtig, mussten aber in der 25. Minute auch das Glück in Anspruch nehmen, als sie nur noch der Pfosten vor einem weiteren Gegentreffer bewahrte. Im Gegenzug tauchte dafür plötzlich Hofer alleine vor Laux auf, doch dieser liess sich einmal mehr nicht bezwingen. Frauenfeld nutzte dann aber das nächste Powerplay aus, und Schumann liess Nater mit einem gezielten Hochschuss keine Chance. In der Folge hatte Frauenfeld etwas mehr Spielanteil, doch sie gingen damit viel zu sorglos um und kamen nur zu wenigen wirklich zwingenden Torchancen. Weinfelden konterte hingegen immer wieder geschickt und erarbeitete sich zahlreiche gefährliche Chancen, doch die Trauben brachten den Puck einfach nicht am an diesem Abend hervorragend agierenden Laux vorbei. In der 35. Minute musste dafür Nater erneut hinter sich greifen, als sich Frauenfeld im Weinfelder Drittel festsetzte und Käser ein Zuspiel von Moser etwas glücklich an Nater zum 0:3 vorbeibrachte. In den letzten zwei Minuten agierten die Weinfelder erneut in Überzahl, und diesmal nutzten sie die Chance. Schläppi wartete geduldig, bediente Dolana und dieser überlistete Laux mit einem satten Hochschuss.

Fünf gegen drei Situation nicht genutzt
Ins Schlussdrittel startete Weinfelden in Unterzahl und kurz darauf musste ein weiterer Weinfelder auf die Strafbank, doch Frauenfeld konnte diesen Vorteil nicht für sich nutzen. Das Heimteam gab auch in der Folge nie auf und erarbeitete sich weitere Topchancen. Bei Drittelsmitte konnten sich die Trauben sogar richtiggehend in der gegnerischen Zone festsetzen. Das kräfteraubende Spiel machte sich bei Weinfelden zunehmend bemerkbar. Nach je einem Time Out auf beiden Seiten warfen die Trauben jedoch nochmals alle Kräfte in die Offensive und ersetzten bereits vier Minuten vor Ende der Partie Torhüter Nater durch einen zusätzlichen Feldspieler. Obwohl das Spielgeschehen in der Folge fast nur noch im Frauenfelder-Drittel stattfand, gelang den Gästen 35 Sekunden vor dem Ende der Partie durch Cédric Kuhn der Empty-Netter zum Schlussresultat von 1:4.

Weinfelden – Frauenfeld 1:4 (0:1, 1:2, 0:1)
KEB Güttingersreuti – 293 Zuschauer – Sr. Hungerbühler (Torti, Nyffenegger)
Tore: 13. Pieroni (Grolimund, Reiser) 0:1, 28. Schumann (Grolimund, Geiser/Ausschluss P. Müller) 0:2, 35. Käser (Moser) 0:3, 39. Dolana (Schläppi/Ausschluss Fehr) 1:3, 60. Kuhn Cé (Lattner/in leere Tor) 1:4

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