WILER-ERSIGEN FÜR WASA EINE NUMMER ZU GROSS

Der UHC Waldkirch-St. Gallen (WaSa) verliert in der Meisterschaft wie auch im Cup-Wettbewerb gegen den grossen Favoriten SV Wiler-Ersigen. Am Samstag setzt es eine 3:12-Klatsche ab und tags darauf scheiden sie mit einem 1:5 aus dem Cup aus.

(UHC WaSa) Nachdem es in den letzten zwei Meisterschaftsspielen zwei Niederlagen abgesetzt hatte, wollte der UHC Waldkirch-St. Gallen an diesem Wochenende eine Reaktion zeigen, obwohl man wusste, dass mit dem amtierenden Schweizer Meister SV Wiler-Ersigen ein enorm spielstarker Gegner auf einen wartete. Das Spiel begann dann auch ganz nach dem Gusto der WaSaner, denn Manuel Büsser traf in der 4. Minute mit einem schönen Weitschuss zum 1:0. Die Reaktion der Berner kam aber postwendend und Claudio Mutter, einer der drei Ex-WaSanern in Reihen des SVWE konnte eine schöne Kombination mit dem Ausgleich vollenden. Das Spiel verlor in der Folge etwas an Intensität und während die Berner den Ball geschickt in ihren Reihen halten konnten, konzentrierten sich die St. Galler hauptsächlich auf die Defensive. Dort standen sie in der zweiten Hälfte des ersten Drittels allerdings zusehends einen Schritt zu weit vom Gegner weg, was Wiler die Möglichkeit gab mit drei weiteren Treffern auf 4:1 zu erhöhen.

Ehemalige WaSa-Spieler als Torschützen
Das 4:1 in der 20. Spielminute erzielte mit Andrin Hollenstein erneut ein Spieler, welcher die Juniorenstufen des UHC Waldkirch-St. Gallens durchlaufen hatte. Das zweite Drittel startete ausgeglichen, die St. Galler schienen die defensive Nonchalance des ersten Durchganges abgelegt zu haben und hatten nun ihrerseits einige Chancen auf den Anschlusstreffer. Dieser gelang jedoch nicht und so konnten Simon Laubscher und Philipp Affolter das Skore auf 6:1 erhöhen. Die St. Galler gaben sich allerdings noch nicht geschlagen und konnten kurz vor der Pause durch Julian Alder im Powerplay und Michael Schiess auf 6:3 verkürzen, was den Zuschauern eine scheinbar spannende Ausgangslage für das letzte Drittel bot. Doch anstatt mit aller Kraft eine Schlussoffensive zu starten, fielen die WaSaner in den Trott des ersten Drittels zurück und liessen die Berner in der eigenen Zone fast ungestört gewähren. Dies rächte sich gegen den spielstarken und spielfreudigen SVWE gnadenlos und Torhüter Raphael Schmied musste trotz starker Leistung noch sechs weitere Male hinter sich greifen. Somit endete das Spiel mit 12:3 und bedeutete damit gleichzeitig die höchste Niederlage der Saison für den UHC WaSa.

Auch am Sonntag nichts zu wollen
Am Sonntag bot sich den St. Gallern allerdings die Möglichkeit auf eine sofortige Revanche, denn im Cup 1/8-Final wartete derselbe Gegner wie am Vorabend.
Um ein Ergebnis wie im Meisterschaftsspiel zu verhindern und gar ein allfälliges Weiterkommen zu ermöglichen, musste das Ziel der St. Galler sein, die Angriffs-Maschinerie des SVWE durch eine harte und solide Defensivarbeit nicht ins Rollen kommen zu lassen. Dies gelang dem Team von Fabian Arvidsson an diesem Tag um einiges besser und den Bernern wurde in der gegnerischen Zone kaum Platz zur Entfaltung geboten. Auf der anderen Seite gelang es dem UHC WaSa allerdings auch kaum, in der Offensive gefährliche Aktionen zu kreieren. So lautete der Spielstand lange 0:0, ehe Deny Känzig in der 16. Minute einen Berner Konter zum 1:0 in die Maschen beförderte, was gleichzeitig das Ergebnis nach 20. gespielten Minuten bedeutete. Auch das zweite Drittel ging im selben Stil weiter. Während sich WaSa kaum Gelegenheiten zum Ausgleich boten, hielt Dominic Jud im Tor der St. Galler Alles, was auf sein Tor kam.

Shorthander eingefangen
Drei Minuten vor Schluss des 2. Drittels bot sich dem UHC Waldkirch-St. Gallen dann im Powerplay die goldene Möglichkeit auf den Ausgleich. Es kam allerdings umgekehrt, indem nämlich Marco Louis entwischte und zum Shorthander einnetzen konnte. Somit ging es mit dem Spielstand von 2:0 ins letzte Drittel. Dort wurde den St. Gallern in der 45. Minute ein Penalty zugesprochen, welcher von Michael Schiess souverän verwandelt wurde. Die folgenden Bemühungen auf den Ausgleich trugen allerdings keine Früchte und als Daniel Johnsson fünf Minuten vor Schluss zum 3:1 traf, war die Partie entschieden. Nach zwei weiteren Berner Toren lautete der Schlussstand 5:1. Somit endete das Wochenende trotz einer Steigerung am Sonntag mit einer Enttäuschung. Nun gilt es, sich in der Nationalmannschafts-Pause neu zu ordnen und sich voll und ganz auf die nächsten Aufgaben in der Meisterschaft vorzubereiten.

Wiler-Ersigen – Waldkirch-St. Gallen 12:3 (4:1, 2:2, 6:0)
Sportzentrum Zuchwil AG SSZ, Zuchwil. – 374 Zuschauer. – SR Hürzeler/Peter.
Tore: 4. Büsser (Conzett) 0:1. 5. C. Mutter (Känzig D.) 1:1. 11. Johnsson (Känzig D.) 2:1. 14. Johnsson (C. Mutter) 3:1. 20. Hollenstein (Reich) 4:1. 32. Laubscher (Affolter) 5:1. 35. Affolter 6:1. 38. Alder (J.Eschbach) 6:2. 40. Schiess (Pfau) 6:3. 44. Känzig D. (Louis) 7:3. 45. Schlüchter (Hollenstein) 8:3. 48. Louis (Känzig D.) 9:3. 50. Känzig D. (C. Mutter) 10:3. 52. Rentsch (Wittwer) 11:3. 59. Känzig T (Känzig D.) 12:3.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Wiler-Ersigen. 2mal 2 Minuten gegen Waldkirch-St. Gallen.

SV Wiler-Ersigen – Waldkirch-St. Gallen 5:1 (1:0, 1:0, 3:1)
Sportzentrum Zuchwil AG SSZ, Zuchwil. – 256 Zuschauer. – SR Wehinger/Zurbuchen.
Tore: 16. D. Känzig (D. Johnsson) 1:0. 40. M. Louis (M. Hofbauer) 2:0. 46. M. Schiess 2:1. 56. D. Johnsson (C. Mutter) 3:1. 59. D. Johnsson 4:1. 60. M. Louis (P. Affolter) 5:1.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. 1mal 2 Minuten gegen Waldkirch-St. Gallen.

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