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Volleyball Herren
16.01.2026
16.01.2026 15:59 Uhr

Volley Amriswil empfängt den STV St.Gallen

Amriswil will gegen die St.Galler jubeln. Bild: Manuel Nagel
Am Samstag, 17. Januar um 17:00 Uhr empfängt Volley Amriswil den STV St. Gallen zum nächsten Heimspiel im Tellenfeld. Die Thurgauer sind daheim weiterhin makellos unterwegs und freuen sich auf lautstarke Unterstützung von den Rängen.

Die Nationalliga A im Volleyball der Herren umfasst in diesem Jahr acht Mannschaften. Jedes Team hat in der Qualifikationsphase vierzehn Spiele auszutragen. Nur vierzehn Partien! Grund dafür, dass man erst am 11. Oktober 2025 in die Spielzeit 25/26 startete, waren die Weltmeisterschaften, die am 28. September mit dem Titel für Italien endeten. Deshalb durfte die Meisterschaft nicht vor dem 11.10. beginnen – glücklicherweise! Bei normalem Beginn wäre man sonst schon vor Weihnachten mit der Quali fertig gewesen!

Ab Saisonbeginn wurden dann im Wochentakt bis Weihnachten 11 Runden gespielt. An den fünf Wochenenden im Januar stehen die drei letzten Partien jedes Teams an. So spielte (und verlor) Volley Amriswil am 3.1. in Näfels. Am Wochenende 10./11. Januar haben die NLA-Teams im Schweizer Cup eingegriffen. Jetzt folgt das Heimspiel gegen St. Gallen, und wieder zwei Wochen später beschliessen die Jungs von Coach Juan Serramalera gegen Colombier die Qualifikationsphase. Vorher und nachher folgen der Viertel- und der Halbfinal im Cup.

Volley Amriswil hatte anfangs Januar in den Partien gegen Näfels und Orion Stars Doetinchem zwei äusserst spielstarke Gegner auf der anderen Netzseite. Dann folgten Emmen-Nord, ein 1.-Ligist im Cup, nun der Tabellensiebte St. Gallen und der Tabellenachte Colombier. Im Playoff-Viertelfinal (Modus best of 5) im Februar dürfte man voraussichtlich wieder auf St. Gallen treffen. Mit Ausnahme des Cup-Halbfinals am 8. Februar wird man also zwischen dem 7. Januar und dem 1. März lauter Teams begegnen, welche die «Munis» – ohne überheblich zu sein – nicht wirklich fordern können. Kommt das Schweizer Volleyball so leistungsmässig vorwärts?

Siebenmal ist das Team um Captain Iliya Goldrin in dieser Spielzeit im Tellenfeld angetreten. Jede dieser Partien endete mit einem 3:0 – das letzte Mal sogar gegen den holländischen Meister und Cupsieger Doetinchem im CEV-Cup. Es wäre ziemlich verwegen, zu erwarten, dass der STV St. Gallen den Heimnimbus der Amriswiler wirklich brechen könnte. Und trotzdem freuen wir uns aufs Spiel gegen unsere Ostschweizer Nachbarn, bei dem mit Luca Weber und Roman Brühwiler ehemalige Amriswiler spielen.

Der Artikel in der «Thurgauer Zeitung», über dem im Titel zu lesen stand «Uns fehlt es an Kampfgeist», hat für einigen Wirbel gesorgt. Ich musste mich mehrmals verteidigen, denn nicht ich hatte den Text verfasst. Man kann darüber diskutieren, ob Näfels den Sieg wirklich «mehr wollte» und «Amriswil spielerisch besser war». Gegen Doetinchem haben Goldrin, Milan Jovanovic und alle anderen aber gezeigt, was sie wirklich können. Nur war die Ausgangslage auch eine andere: Gegen die Holländer konnte man nur gewinnen; nach dem Hinspiel war man ja schon fast abgeschrieben. Gegen Näfels hingegen erwartete männiglich einen Sieg, weshalb die Niederlage so schmerzte. Ich möchte aber darauf hinweisen, dass schon in der Saisonvorschau (MM 1, 11.10.25) zu lesen war, dass Näfels sich auf diese Saison hin klar verstärkt hat und unser härtester Gegner in der Meisterschaft sein dürfte.

Berni Windler/Volley Amriswil
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