EIN BRÜHLER SIEG IST PFLICHT

Wenn der SC Brühl am Samstag, 17. September 2016, (16.00 Uhr, Sportplatz Spiegelfeld) in der 2. Hauptrunde vom Schweizer Cup auswärts auf den SC Binningen trifft, macht er das als Favorit. Der Basler Vertreter aus der 2. Liga Interregional entpuppt sich dabei als gefährlicher Aussenseiter, der bereits positive Erfahrung gesammelt hat im Ausschalten von Oberklassigen.

(SC Brühl/Bild: Kurt Frischknecht) Die Brühler sind also gewarnt, gehen die Aufgabe aber mit entsprechendem Respekt an. Es sind die Basler Wochen, die aktuell die Auswärts-Aufgaben der Kronen prägen. Nach den U21-Nachwuchsprofis vom Schweizer Serienmeister FC Basel und den Old Boys treffen die St. Galler im Schweizer Cup nun auf den SC Binningen. Damit kommt es im 1/16-Finale vom Schweizer Cup zu einem mit Spannung erwarteten Direktduell zweier «SCB». Die St. Galler reisen dabei zu den Baslern – dies als klarer Favorit, keine Frage. Bei genauerem Hinsehen erkennt der Betrachter aber durchaus, wie heikel die zugeloste Aufgabe für die St. Galler ist.

Brühler sind klarer Favorit
Der von Alain Roussel betreute interregionale Zweitligist hat die letzte Spielzeit auf dem 2. Schlussrang beendet und den Aufstieg in die 1. Liga hinter dem FC Bassecourt nur um drei Punkte verpasst. Im 1/32-Finale des Schweizer Cups haben sie den favorisierten Erstligisten FC Münsingen, im Juni 2016 in der entscheidenden 2. Runde der Aufstiegsspiele zur Promotion League, nach einem Rückstand noch mit 2:1 in die Knie gezwungen. Die Aussenseiterrolle behagt dem gut besetzten Basler Team. Sie werden daher alles daran setzen, den Favoriten nicht bloss zu ärgern, sondern aus dem Cup-Wettbewerb zu werfen. Die für die Brühler ungewohnte künstliche Unterlage auf dem Sportplatz Spiegelfeld könnte dem Unterklassigen in die Karten spielen.

Eindrücke bestätigen, Kreativität nach vorne suchen
Aber die Kronen sind gut gerüstet, um die nächste Hürde im Schweizer Cup überwinden zu können. In den letzten Wochen haben sie in der Meisterschaft fleissig Selbstvertrauen getankt, zuletzt zuhause gegen die U21-Nachwuchsprofis vom FC Zürich auch im Angriff Tore erzielt und zwei Heimsiege in Serie eingefahren. Die Brühler wissen daher genau, was sie beim Unterklassigen erwartet und werden die Aufgabe mit der notwendigen hohen Konzentration und entsprechender Sorgfalt in Angriff nehmen. Verzichten müssen die St. Galler noch immer auf die verletzten Bushati, Nguyen und Giger. Ansonsten sind alle Mann an Bord, so dass Cheftrainer Wegmann die Qual der Wahl hat. Ob er in der Startelf Anpassungen an der zuletzt erfolgreichen Formationen vornimmt, lässt der frühere Bundesliga-Spieler bewusst noch offen. So werden auch die Eindrücke aus dem Training unter der Woche entscheidenden Charakter aufweisen.

Laufbereitschaft, Konzentration, Tempo und Überraschendes gefordert
Für die Brühler geht es nach den zuletzt guten Leistungen in der Promotion League im Schweizer Cup auch darum, die Favoritenrolle anzunehmen und die zuletzt immer wieder aufgezeigten guten Ansätze auch gegen einen defensiv gut organisierten und engagiert und massiert verteidigenden Unterklassigen zu verfeinern. Oder wie es Brühls Cheftrainer Wegmann auf den Punkt bringt: «Für uns zählt nur ein Sieg und somit ein Weiterkommen in die nächste Runde. Trotzdem sind wir gewarnt und werden die Basler sehr ernst nehmen. Wir wissen durchaus, was uns erwartet – es könnte auch ein Geduldsspiel werden, da der Gegner sehr kompakt und massiv verteidigen und mit schnellen Gegenstössen den Erfolg suchen wird. Wir werden bis zuletzt voll gefordert sein und wir sind uns sehr wohl bewusst, dass wir alles investieren müssen, um unser Ziel mit dem Einzug in die nächste Runde, schaffen zu können». Klar ist, dass es dafür auf jeden Fall wieder eine geschlossene, solidarische Teamleistung benötigt, eine hohe Laufbereitschaft sowie Ideen, um mit Tempo und Überraschungsmomenten eine massierte Defensive aushebeln zu können. Ob es den Kronen gelingt, wird sich am Samstag zeigen.

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