LINDAREN VOLLEY AMRISWIL GEWINNT NACH EPISCHEM KAMPF

Es war ein Kampf auf Messers Schneide mit einem Sieger, der das Glück dank grosser Beharrlichkeit auf seine Seite zwang. Näfels war den Thurgauern ein absolut ebenbürtiger Gegner und hätte den Sieg auch verdient gehabt.

(Bernhard Windler) Auf Seiten Amriswils stand der Kubaner Luis Sosa erstmals in der Startaufstellung. Vom bisher so überzeugenden Aussenangreiferduo Quentin Zeller/Björn Höhne musste sich vorerst der Deutsche mit der Ersatzspielerrolle abfinden. Bei Näfels lief im Vergleich zur ersten Begegnung anfangs Oktober der Montenegriner Bojan Strugar auf der Diaposition auf, nachdem der letztjährige MVP der Nationalliga als Ersatz für den vom iranischen Verband nicht freigegebenen Mahmood Rasooli verpflichtet worden war. Strugar war denn auch von Beginn weg die dominierende Figur auf dem Spielfeld. Dabei stellte er seinen Antipoden, den Amriswiler Diagonalangreifer Milija Mrdak in den ersten beiden Sätzen klar in den Schatten. Weil auch die Glarner Aussenangreifer Iliya Goldrin und Ivan Zvicer erfolgreicher agierten als das Duo Zeller/Sosa ergab sich bis zur Spielmitte nicht nur resultatmässig, sondern auch optisch eine Näfelser Überlegenheit.

Im ersten Satz lagen die Gastgeber nach dem 7:7 immer in Führung. Beim Stande von 20:14 schien der Durchgang klar an Näfels zu gehen, doch nach der temporären Einwechslung von Julian Weisigk als Aufschläger und mehreren schönen von-Burg-Punkten stand es nur noch 23:22. Ein Aufschlagfehler von Zeller und ein geblockter Abschluss von Mrdak kosteten aber den Satz. Die Physionomie des Spiels änderte sich in der Folge kaum. Abwechselnd lagen beide Mannschaften bis zum 17:17 leicht in Führung, ehe Goldrin und Strugar mit 8 Punkten aus den letzten 12 Bällen den Glarnern die 2:0-Satzführung bescherten.

Als es im dritten Satz 11:8 zugunsten der Näfelser stand, wurde es für den bisherigen Dominator der NLA-Meisterschaft so richtig brenzlig. Björn Höhne war in der Zwischenzeit aufs Feld gekommen und stabilisierte das Team. Zudem vermochten sich Mrdak und der bis zu diesem Zeitpunkt verunsicherte Roman Diem klar zu steigern. Für den jungen Libero war es keine einfache Aufgabe, sich an den neuen Annahmespieler Sosa anpassen zu müssen. Wieder war das 17:17 Ausgangspunkt für die Schlussoffensive, in der Björn Höhne mit 4 Punkten aus den letzten 6 Bällen diesmal den Satz sicherte.

Der Satzgewinn beflügelte das Serramalera-Team zusehends. Während des ganzen Satzes lagen die Leute um den unterdessen dominanter auftretenden Mrdak mit mehreren Punkten in Front, und schon bald glaubte man zu erkennen, dass sich die Näfelser auf den 5. Satz konzentrieren wollten.

Das Tie-Break verlief ungemein spannend. Nachdem Luis Sosa nach zwei Fehlern zu Satzbeginn seinen Platz an Zeller hatte abtreten müssen, schraubte sich das Score mit unterschiedlichen Führungen nach oben. Ganz zuletzt entschieden ein Block von Burgs gegen Goldrin und ein Eigenfehler desselben Spielers den Match.

Matchtelegramm
Volley Näfels – LINDAREN Volley Amriswil 2:3 (25:23, 25:21, 22:25, 20:25, 13:15) | Glarus, Kantonsschulturnhalle, 200 Zuschauer | 1. Schiedsrichter: Christian Wolf, 2. Schiedsrichter: Yves Kälin | Mannschaftsaufstellung Volley Näfels: Iliya Goldrin, Risto Nikolov, Bojan Strugar, Ivan Zvicer, Samuel Ehrat, Marco Gygli, Lorenz Küng (Libero) |
Mannschaftsaufstellung LINDAREN Volley Amriswil: Quentin Zeller, Mischa von Burg, Milija Mrdak, Luis Sosa, Facundo Imhoff, Dima Filippov, Ramon Diem (Libero)

Wichtige Spiele werden fast immer im Kopf entschieden!

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