LINDAREN VOLLEY AMRISWIL SPAZIERT DURCH

Die Playoff-Serie in der Endphase der Meisterschaft begann für den Qualifikationsersten LINDAREN Volley Amriswil plangemäss. Der TSV Jona Volleyball konnte die Thurgauer in keiner Phase bedrängen. Trainer Klok konnte es sich leisten, seinen Leistungsträgern auch Ruhepausen zu gönnen.

(Urs Staub) Jona und Amriswil duellieren sich im Volleyball seit den 70er Jahren in den höchsten Ligen des Landes. Anfänglich behielten die Turner vom Obersee das bessere Ende für sich. Diese Tatsache manifestierte sich in zwei Vizemeistertiteln in den Jahren 1992 und 1993. 1994 stieg Amriswil zum 3. Male in die NLA auf. Seither behalten die Oberthurgauer in der Ostschweiz die Oberhand. Die Überlegenheit zeigte sich auch im ersten Playoffspiel der Saison 2018/19.

Amriswil mit der Stammsechs
Die ersten zwei Sätze bestreitet der Meisterschaftsleader in der stärkstmöglichen Formation. Jona sieht sich einem übermächtigen Kontrahenten gegenüber. Vor allem der Amriswiler Topscorer Thomas Zass trumpft gross auf. Sei es im Angriff aus dem Rückraum, am Netz oder mit seinen wuchtigen Services. Den St.Gallern bleiben einige Brosamen. Sie scheinen um ihre Rolle zu wissen und feiern dementsprechend ihre wenigen, gelungenen Angriffe. 25:16 und 25:10 lauten die brutalen Verdikte.

Der zweite Anzug
Im dritten Satz zeigt Cheftrainer Marco Klock, dass er auch für Spielereien zu haben ist. Er beordert eine fast neue Mannschaft aufs Feld. Der von der Mobiliar geehrte Hauptangreifer Zass und der zuverlässige Thurgauer Thomas Brändli dürfen nach der Pause nochmals ran. Kamnik, Howatson, Daniel, Gommans und Djokic werden durch die Eigengewächse Alexander Lengweiler, Luca Weber, Tinko Schnegg sowie die Edelreservisten Luca Müller und Dominik Fort ersetzt. Aber auch so bleiben die Thurgauer Herr auf dem Feld.

Fast gleiches Bild in Jona
Chefcoach Klok will nichts anbrennen lassen und delegiert seine besten Spieler wieder in den Startsatz. Der Gastgeber leistet vor allem im 1. Satz ausgezeichnet Widerstand. Gute Services bringen den Favoriten immer wieder in Nöten. Schlussendlich setzt sich die bessere Klasse aber doch durch. Jona spielt auch in den Sätzen 2 und 3 viel besser mit als am Vortag, so dass die wenigen Zuschauer in den Genuss von spektakulären Ballwechseln kommen. Für den Achten der Qualifikation ist es sicher ein Kompliment, dass der Leader mit der Stammsechs durchspielt. Falls man nach Schwachpunkten suchen will, gilt es vielleicht die Tatsache festzustellen, dass in der gesamten Partie nur sieben Blockpunkte verzeichnet werden können. Für die kommenden Aufgaben gilt es sich hier zu verbessern.

Gerüstet für den Halbfinal
Wie eingangs erwähnt, spielt LINDAREN Volley Amriswil nun bereits die 25. Saison in Folge in der höchsten nationalen Klasse. In all den Jahren schafften es die Verantwortlichen in Amriswil, Sport auf höchstem Niveau im Oberthurgau anzubieten. Dies ohne sich auf ein finanzielles Glatteis zu begeben. LINDAREN Volley Amriswil scheint für weitere Titel gerüstet zu sein. Ein 5. Cupsieg und einen 4. Meistertitel liegen im Bereich des Möglichen.

Auch die Reserven streben Höheres an
Im Vorspiel am Samstagnachmittag standen sich in der Aufstiegsrunde zur NLB Volley Amriswil II und der STV St.Gallen gegenüber. Dabei zeigte sich, dass im Oberthurgau gutes Volleyballholz nachwächst. Die meist unter 20jährigen Gastgeber wehrten sich bravourös gegen die mit ehemaligen NLA-Creaks gespickten Gallusstädter und erkämpften verdient einen Satz. Trotz der 1:3 Niederlage ist ein Aufstieg immer noch möglich.

Matchtelegramm (Samstag)
LINDAREN Volley Amriswil – TSV Jona Volleyball  3:0 (25:16, 25:10, 25:18) | Amriswil, Tellenfeld | 410 Zuschauer | 1. Schiedsrichter: Nadine Hefti | 2. Schiedsrichter: Alexander Sikanjic | Startformation Volley Amriswil: Joshua Howatson, Matevz Kamnik, Thomas Zass, Ewoud Gommans, Jovan Djokic, Thomas Brändli, Clément Daniel (Libero) | Ersatzbank: Julian Weisigk, Dominik Fort, Luca Weber, Luca Müller, Alexander Lengweiler, Aleksandar Ljubicic |TSV Jona Volleyball: Bischof, Kasper, Muntwyler, Riedi, Schnüriger, Hauser, Caviezel, Maag, DosSantos, Bolli

Matchtelegramm (Sonntag)
TSV Jona Volleyball – LINDAREN Volley Amriswil 0:3 (23:25, 12:25, 17:25 ) | Sporthalle Rain, Jona | 130 Zuschauer | Aufstiegs-Playoff 1.Liga / NLB | LINDAREN Volley Amriswil II – STV St.Gallen I 1:3 (16:25, 26:24, 17:25, 18:25)

 

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