NÄCHSTES DERBY FÜR DEN FC FLAWIL

Für den FC Flawil steht in der 3. Liga das nächste Derby auf dem Programm. Am Samstag, 10. September 2016, treffen die Untertoggenburger um 17 Uhr auf den FC Zuzwil. Aufgrund der Tabellensituation darf ein spannendes Duell zwischen dem letztjährigen Ab- und Aufsteiger erwartet werden.

(FC Flawil) Während der FC Flawil in erster Linie auf die 0:4-Klatsche vor Wochenfrist beim FC Romanshorn eine Reaktion zeigen muss, kann der FC Zuzwil unbeschwert aufspielen. Die Zuzwiler sind als einzige Mannschaft der Liga noch ungeschlagen. Seine gute Verfassung möchte das Team deshalb unbedingt beibehalten und dem FC Flawil nach Möglichkeit eine weitere empfindliche Niederlage beifügen.

Erstmals sieglos geblieben
Nach zwei gewonnenen Spielen zum Saisonstart gegen den FC Münsterlingen und den FC Henau blieb die 1. Mannschaft des FC Flawil am vergangenen Wochenende erstmals ohne Punktausbeute. Gleich mit 0:4 verlor die Mannschaft von Trainer Tashi Dotschung beim FC Romanshorn. Die Niederlage ist umso bitterer, weil die Flawiler gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Aufstieg das Nachsehen hatten und darüber hinaus in der Tabelle weit zurückgespült wurden. Vom zuvor ausgezeichneten zweiten Tabellenrang verschlechterte sich die Mannschaft vier Plätze nach hinten auf den sechsten Platz. Der nächste Gegner, der FC Zuzwil, hat die Flawiler dadurch ebenfalls überholt. Bei gleicher Punktanzahl sind die Zuzwiler aufgrund der tieferen Punktzahl in der Sparte Fairness vor den Flawilern klassiert. Das kann sich aber am Samstag mit einem Sieg oder einer roten Karte bereits wieder ändern und ist zum aktuellen Zeitpunkt der Meisterschaft auch noch nicht wirklich aussagekräftig oder matchentscheidend.

Vollgas geben
Auf jeden Fall möchte der FC Flawil seinem Publikum aufzeigen, dass es sich bei der Niederlage in Romanshorn nur um einen Ausrutscher gehandelt hat. «Wir müssen die Kadenz und Spielintensität im Hinblick auf das Zuzwil-Spiel wieder erhöhen», gibt Tashi Dotschung die Marschroute für seine Spieler vor. «Wenn wir Vollgas geben und den Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen, sollte auf unserem Platz etwas drin liegen», so der Flawiler Trainer.

Klare Schlappe gegen Romanshorn
Die Romanshorner erzielten alle vier Treffer aus einer Standardsituation. Das Heimteam zeigte sich in diesen Situationen willensstärker und effizienter, als die Flawiler Defensive. Zudem nützte Romanshorn die Flawiler Schwachstelle rigoros aus. So stand bei den Flawilern nach der Verletzung von Stammtorhüter Ramon Bühler der junge Fabio Imper zwischen den Pfosten. Aufgrund seiner Grösse war es Imper nicht möglich, bei den Standardsituationen genügend aktiv zu intervenieren und Bälle möglicherweise auch herunterzupflücken. So fanden die Romanshorner nach hohen Bällen in den Strafraum immer wieder sehr gute Einschussmöglichkeiten vor. Einen Treffer erzielten die Romanshorner zudem mittels direktverwandeltem Freistoss. Dennoch darf dem Flawiler Torhüter kein Vorwurf gemacht werden. «Fabio wird mit jedem zusätzlichen Spiel, das er so absolvieren kann, stärker und stärker. Er hatte auch gegen Romanshorn wieder einige ganz starke Paraden. Nur im Luftraum, da fehlt es ihm aufgrund der Körpergrösse halt noch ein wenig», so Tashi Dotschung. Wie lange Imper noch das Tor hüten wird, ist indes offen. Es ist noch nicht ganz sicher, wie lange Stammtorhüter Ramon Bühler ausfallen wird. Gegen den FC Zuzwil dürfte er allerdings noch nicht wieder einsatzfähig sein. Auch sonst hatte der FC Flawil in Romanshorn aufgrund einiger Abwesenheiten mit einer dünnen Personaldecke anzutreten. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch der grossgewachsene Rafael Büeler beim Einlaufen. «In hätten wir bei den gegnerischen Standards sicher auch gut gebrauchen können», fügte Dotschung in der Spielnachbetrachtung an.

Zuzwil kommt 
Nach langer Zeit zum ersten Mal kommt es am Samstag wieder zum Direktduell zwischen dem FC Flawil und dem FC Zuzwil. Der FC Zuzwil spielte zuletzt viele Jahre in der 4. Liga. Nach dem
letztmaligen Aufstieg in die 3. Liga vor zwei Jahren musste die Mannschaft umgehend wieder den Abstieg in die 4. Liga in Kauf nehmen, war damals aber in eine andere Gruppe als die Flawiler
eingeteilt. Nun scheint der Verein gefestigt den erneuten Versuch mit dem Klassenerhalt in der 3. Liga in Angriff zu nehmen. Zumindest bis anhin funktioniert das Unterfangen. Die ersten beiden
Saisonspiele konnten die Zuzwiler gegen St. Otmar und Weinfelden gewinnen. Besonders der Sieg gegen Weinfelden stellte eine Überraschung dar, konnten die Thurgauer doch stärker eingestuft
werden. Das Nachtragsspiel am Mittwoch gegen Dardania fand nach Redaktionsschluss statt. Man darf gespannt sein, mit welchem Gesicht sich die junge Zuzwiler Mannschaft gegen den FC Flawil präsentieren wird.

Eine Reaktion zeigen
Für den FC Flawil gilt es eine Reaktion zu zeigen. Es muss dem Publikum mit einer überzeugenden Performance mitteilen, das es sich bei der 0:4-Niederlage beim FC Romanshorn
nur um einen Ausrutscher gehandelt hat. Mit einer konzentrierten und kämpferischen Leistung sollte es möglich sein, gegen Zuzwil auf die Siegesbahn zurückzukehren. Möchten die Flawiler
in der vorderen Tabellenhälfte ein Wörtchen mitreden, dann ist ein Sieg gegen den FC Zuzwil gar Pflicht.

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