PLAYOFF-TIME: AB JETZT GILT ES ERNST!

Die Tatsache, dass in der Nationalliga A in dieser Saison nur acht Teams spielen, bewirkt, dass sich alle Mannschaften für die Playoffs qualifiziert haben. Der Qualifikationssieger Amriswil trifft dabei am Samstag und Sonntag auf das schwächste Team der Qualifikation, den TSV Jona Volleyball. Im Team von Jona spielen praktisch ausschliesslich Schweizer Spieler. Regie führt am Pass der ehemalige Amriswiler Robin Muntwyler.

(Bernhard Windler) Während die Thurgauer in den 21 Spielen 55 Punkte totalisierten, kamen die St. Galler gerade mal auf 6 Punkte. Die drei Begegnungen zwischen den beiden Teams gingen alle an Amriswil, und zwar mit 9:0 Sätzen und 225:148 Punkten. Auch wenn jedes Spiel zuerst gespielt sein muss, wären alles andere als zwei Siege gegen das sympathische, aber bescheidene Team vom Obersee eine Sensation. Wichtig: das Rückspiel in Jona wird am Sonntag, 17. März ab 18.00 Uhr nicht wie üblich in der Sporthalle Grünfeld sondern in der Turnhalle der Schulanlage Rain, Tägernaustrasse 40 ausgetragen. 

In den Playoff-Halbfinalspielen erwarten Insider eher Volley Luzern als Chênois Genf. Die Halbfinalserie wird ebenfalls Best-of-three gespielt. Amriswil kommt – nach Überwindung der Hürde Jona – am Mittwoch, 27. März zu seinem Heimspiel. Das zweite Spiel folgt erst anderthalb Wochen später, da Amriswil am Samstag, 30. März, in Freiburg den Cupfinal bestreitet. Sollte es im Halbfinal nach zwei Spielen unentschieden stehen, käme es am Sonntag, 7. April in Amriswil zum Entscheidungsspiel.

Die Heimspiele werden weiterhin durch die vereinseigene TV- Equipe um Regisseur Luca Fischer live auf www.swiss-sport.tv übertragen und durch Clubvertreter fachkundig kommentiert. Auch die Auswärtsspiele sollen jeweils mittels mitgenommener fest installierter Kamera ohne Kommentar nach Hause übermittelt werden, sofern das WLAN in den fremden Hallen dafür genügend Kapazität hergibt. Die Spiele können auch in den folgenden Tagen noch als Aufzeichnung angeschaut werden.

Amriswil II steht vor dem grossen Triumph
Als vor ein paar Jahren die zweite Mannschaft von Volley Amriswil in die erste Liga abstieg, sah man das im Verein als nicht allzu tragisch an, denn dieses Team war nicht eigentlich ein Sprungbrett für junge Spieler, sondern eher ein Auffangbecken für Spitzenspieler, die sportlich etwas kürzer treten wollten. In der 1. Liga war ein Neuanfang geplant, den man in den letzten beiden Saisons konsequent durchzog. Mit einem Ensemble, dessen ältester Spieler Jahrgang 1996 aufweist und bei dem nur drei Akteure älter als 20 sind, hiess das Ziel für die Saison 2018/2019: Nicht-Abstieg!

Unter Coach Dritan Cuko spielte das junge Team trotz Verletzungspech (Alex Lengweiler, Samuel Jung) und dank teilweiser Unterstützung durch bereits ins Herren 1 aufgestiegene Nachwuchsspieler (Julian Weisigk, Tinko Schnegg) eine phantastische Saison und beendete die Qualifikation hinter dem STV St. Gallen auf dem zweiten Platz. Diese Rangierung brachte die Jungs in die Playoffs. Gegen Emmen-Nord, einen Talentschuppen aus der Region Innerschweiz, ging das Auswärtsspiel mit 1:3 verloren.

Am vergangenen Samstag holte sich das Cuko-Team mit einem 3:0-Heimsieg die Qualifikation für das Playoff-Finalspiel gegen … den STV St. Gallen. Bei den Gallusstädtern spielen unter anderen die langjährigen Amriswiler Erstteamler Adrian Schläpfer und Roman Brühwiler. Das bessere Team dieser beiden Begegnungen steigt mit Sicherheit in die NLB auf, der Verlierer mit grosser Wahrscheinlichkeit ebenfalls, weil durch den Aufstieg von zwei NLB-Teams in die NLA zusätzliche Plätze in der zweitobersten Liga frei werden.

Das Heimspiel der Amriswiler findet am Samstag, 16. März, um 14:00 Uhr als Vorspiel zum ersten Playoff-Spiel der 1. Mannschaft im Tellenfeld statt.

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