VOLLEY AMRISWIL GEWINNT GEGEN VOLLEY NÄFELS

Auch im neunten Spiel der Meisterschaft 16/17 blieb der letztjährige Meister Volley Amriswil ungeschlagen. Dank einer guten, aber nicht überragenden Leistung gewannen die Thurgauer verdient mit 3:1 Sätzen gegen den Cupsieger Volley Näfels.

(Bernhard Windler) Die Gastgeber starteten überzeugend ins Spiel. Beim Stande von 4:0 sah sich Näfels’ Coach Dalibor Polak schon gezwungen, das erste Timeout zu nehmen, doch via 8:1 und 13:4 ging es mit der starken Leistung der Amriswiler weiter. Die zweite Hälfte des ersten Satzes vermochten die Näfelser zwar ausgeglichen zu gestalten, doch wog der zu Satzbeginn eingehandelte Rückstand zu schwer. Mit 25:17 ging der Satz an Amriswil.

Desolate Amriswiler Leistung im zweiten Satz
Am Mittwoch hatten die Glarner im europäischen Challenge Cup in Lissabon gegen das Spitzenteam Benfica Lissabon nur knapp verloren. Während sie im ersten Satz noch nicht ganz in der Schweiz angekommen zu sein schienen, erwachten sie im zweiten Satz. Und so, wie Näfels seine Leistung steigerte, geriet Amriswil in ein tiefes Loch. Die Aufschläge funktionierten zwar zufriedenstellend, doch vor allem in der Annahme sündigten die zuvor so souveränen Amriswiler auf unerklärliche Art. Netzfehler und Eigenfehler auf Seiten Amriswils liessen Näfels bald einmal auf 4:10 davonziehen. In der Folge blieben unerklärlich viele Angriffe im Näfelser Block hängen. Beim Stande von 7:14 wechselte Coach Ratko Pavlicevic seinen Aussenangreifer Adrien Prével gegen Lorenz Eichhorn aus. Doch auch diese Massnahme und der Rückwechsel sechs Punkte später brachten keine Verbesserung ins Spiel der Oberthurgauer. 16:25 das klare Satzresultat zugunsten von Volley Näfels.

Prévels Steigerung
Wenn das Auf und Ab im Amriswiler Spiel an einem Spieler festgemacht werden müsste, käme dafür nur Adrien Prével in Frage. Mit einem guten Prével gewann Amriswil den ersten Satz, ein schwächelnder Prével war mitverantwortlich für den Verlust des zweiten Satzes. Und dann das Comeback: Durch die Auswechslung in seiner Ehre verletzt, steigerte sich der 30-jährige Franzose ungemein und wurde in den Sätzen drei und vier zur dominanten Figur. Resultatmässig sind diese beiden Sätze schnell erzählt. Jeweilen von Beginn weg eine klare Führung für Amriswil, und mit dem Punktepolster im Rücken eine starke Leistung des gesamten Teams. Steigmeier mit viel Spielfreude, Fellay mit beispielhafter Zuverlässigkeit, Howatson mit überragenden Zuspielen und Ljubicic mit hervorragender Blockarbeit und unzähligen Kurzangriffen waren neben Adrien Prével die Garanten für das schnelle Ende in diesem Ostschweizer Derby. Ein Spitzenspiel wird aber nie nur im Angriff gewonnen, und in der Amriswiler Verteidigung zeigte Clément Daniel wie immer eine unscheinbare, aber überzeugende Abwehrarbeit. Und wenn man schon am Loben ist: Auch das Schiedsrichterduo Wolf/Hefti zeigte sich auf der Höhe seiner Aufgabe.

Matchtelegramm
Volley Amriswil – Biogas Volley Näfels 3:1 (25:17, 16:25, 25:16, 25:14) Amriswil, Tellenfeld; 524 Zuschauer, Schiedsrichter: 1. Christian Wolf, 2. Nadine Hefti. Start-formation Volley Amriswil:, J. Fellay, L. Van Berkel, S. Steigmeier, A. Prével, A. Lju-bicic, J. Howatson, C. Daniel (Libero) Best Player: Aleksandar Ljubicic (Amriswil), Manuel Suter (Näfels)

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