VOLLEY AMRISWIL SCHLIESST VORRUNDE OHNE VERLUSTPUNKTE AB

Auch das siebte Spiel der diesjährigen Meisterschaft beendete der Schweizermeister Volley Amriswil siegreich. Beim scheinbar klaren 3:1-Sieg gegen Luzern stiessen die Ostschweizer aber auf erbitterten Widerstand. Mit riesengrossem Einsatz und unbändigem Kampfwillen machten die Innerschweizer ihre körperliche und volleyballerische Unterlegenheit beinahe wett.

 (Bernhard Windler) Mit Volley Luzern gastierte zum Abschluss der Vorrunde das Überraschungsteam der Meisterschaft im Tellenfeld. Die auf dem zweiten Ranglistenplatz liegenden Innerschweizer hatten vor der Reise zum Tabellenführer fünf Siege errungen und nur gerade in Schönenwerd eine knappe Niederlage erlitten. Dass die Erfolge der Luzerner nicht auf Zufall beruhten, bekamen die 640 Zuschauer zu sehen.

Top Leistungen in den ersten drei Sätzen
Von Beginn weg entwickelte sich ein Spitzenspiel auf gutem Niveau. Beim ersten technischen Timeout lagen die Innerschweizer leicht in Front, ehe sich der Meister die Führung holen konnte. Bis zum Stande von 16:15 waren die Luzerner nahe dran, aber dann liessen Adrien Prével und Lucas van Berkel ihre Klasse aufblitzen. Nur noch drei Punkte überliessen die Platzherren ihrem Gegner bis zum Satzgewinn mit 25:18.

Der zweite Satz war über weite Teile ein Abbild des ersten. Bei den technischen Timeouts stand es 7:8 und 16:14. Als Amriswil 19:16 führte, schien der zweite Satz schon fast gewonnen zu sein. Luzerns Trainerin Lauren Bertolacci wechselte bei 20:19 Häfelfinger ein, der für sein Team bis zum 20:22 aufschlug. Diesen knappen Rückstand vermochten die Thurgauer nicht mehr wettzumachen. 23:25 das Satzresultat.

Der dritte Satz war nur bis 6:6 ausgeglichen. Dann setzte sich Amriswil ab, und via 11:6 und 17:13 ging es in die Schlussphase. Luzern kam nie mehr näher als auf 4 Punkte heran, und Steigmeier vollendete zum 25:20.

Niveau sank gegen den Schluss
Der vierte Satz begann mit zwei Blocks durch Fellay und Steigmeier und zwei schlitzohrigen Aufschlagswinnern von Prével. Das 4:0 war schon so etwas wie die Vorentscheidung. Das Spielniveau flachte in der Folge krass ab. Beide Teams sündigten bei den Aufschlägen. Bis zum Satzende waren nicht weniger als 13 Aufschlagfehler zu verbuchen. Amriswil spielte diesen vierten Satz routiniert und sicher zum 25:19 nach Hause.

Mit Volley Luzern präsentierte sich ein sympathisches Team im Tellenfeld. Ihr Kampfgeist war bewundernswert, und auch spielerisch vermochten sie über weite Strecken mitzuhalten. Bei Amriswil präsentierten sich Adrien Prével mit 26 und Lucas van Berkel mit 16 Punkten in Hochform, während Sébastien Steigmeier und Jérôme Fellay nicht die gewohnte Leistung abrufen konnten. Mit 32 und 36 Prozentpunkten im Angriff bestätigte die Statistik das, was die Zuschauer auch feststellen mussten.

Matchtelegramm
Volley Amriswil – Volley Luzern 3:1 (25:18, 23:25, 25:20, 25:19) Amriswil, Tellenfeld; 640 Zuschauer, Schiedsrichter: 1. Nadine Wyler-Hefti, 2. Helmut Tschrischnig. Startformation Volley Amriswil: A. Prével, L. Van Berkel, S. Steigmeier, J. Fellay, A. Ljubicic, J. Howatson, C. Daniel (Libero)
Best Player: Lucas van Berkel (Amriswil), Luca Müller (Luzern)

 

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