Für die Thurgauer hatte der Spielplan zum Saisonstart ein happiges Programm vorgesehen. Am Samstag (17.01.) bekam es der SCK mit Lugano zu tun, ehe am Sonntag (18.01.) das Duell mit dem letztjährigen Finalgegner Carouge Natation anstand.
Zitterpartie gegen Lugano
Im ersten Spiel gegen Lugano erwischte der SCK einen guten Start. Mateo Cuk sorgte mit einem frühen Doppelpack innerhalb der ersten anderthalb Minuten für eine schnelle 2:0-Führung. Wer jedoch dachte, die Kreuzlinger würden die Partie fortan kontrollieren, sah sich rasch getäuscht. Die kampfbereiten Tessiner verkürzten noch vor der ersten Sirene auf 2:1 und hielten die Begegnung offen.
Bis zur Halbzeit trafen noch Benjamin Pfister und Yves Herzog für den SCK, doch Lugano zeigte sich im zweiten Viertel deutlich effizienter und netzte seinerseits dreimal ein. Zur Pause stand ein 4:4 Unentschieden zu Buche – eine Leistung, die den Ansprüchen des Meisteranwärters noch nicht gerecht wurde.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das erhoffte Erwachen zunächst aus. Vielmehr waren es die Luganesi, die immer wieder vorlegten, während der SCK praktisch das gesamte dritte Viertel einem Rückstand hinterherschwamm und jeweils den Ausgleich suchen musste, diesen aber auch immer wieder fand. So ging es mit einem 8:8 in den Schlussabschnitt.
Dieser verlief ebenso umkämpft, nun jedoch mit dem besseren Ende für die Thurgauer. Kreuzlingen legte vor, Lugano glich aus. Erst das 12:10 durch Patrick Würth eineinhalb
Minuten vor Ende brachte die Vorentscheidung. Zwar kam Lugano nochmals auf 12:11 heran, doch der SCK rettete den knappen Vorsprung über die Zeit und zog den Kopf gerade noch rechtzeitig aus der Schlinge. Klar war jedoch: Gegen Carouge würde es am Folgetag eine Leistungssteigerung brauchen.
Carouge nutzt Kreuzlinger Schwächephase
Am Sonntag kam es dann zum ersten Duell mit Carouge Natation seit dem Supercup-Finale im November, das der SCK im Penaltyschiessen für sich entschieden hatte. Beide Teams starteten mit viel Elan in die Partie und zeigten von Beginn weg attraktiven Offensivwasserball. Tore waren – im Gegensatz zum Spiel gegen Lugano – bereits in der ersten Hälfte keine Mangelware. Das erste Viertel ging mit 5:4 knapp an den SCK.
Auch im zweiten Viertel setzte sich das ausgeglichene Spiel fort, der Abstand zwischen den beiden Mannschaften betrug zunächst jeweils maximal einen Treffer. Beim Stand von 8:7 aus Sicht von Carouge erhielt der SCK zwei Sekunden vor der Halbzeit einen Penalty zugesprochen – die grosse Chance zum Ausgleich. Doch statt des 8:8 fiel das 9:7 für die Westschweizer: Ein Carouger warf unmittelbar nach dem vergebenen Strafwurf aus der eigenen Hälfte in Richtung SCK-Kasten, der Ball wurde noch entscheidend abgelenkt und zappelte sogleich im Netz des SCK-Tors.
Zwei Tore sind im Wasserball noch längst kein komfortables Polster - doch es kam noch dicker für den SCK. Im dritten Viertel verlor der SCK zunehmend den Zugriff auf die Partie. Zwar stimmten Einsatz und Kampfbereitschaft, doch es fehlte an Präzision und Konsequenz. Carouge nutzte diese Schwächephase eiskalt aus und stellte bis zum Ende des dritten Abschnitts auf das vorentscheidende 13:8.
Im Schlussviertel warfen die Kreuzlinger nochmals alles in die Waagschale, suchten mit viel Risiko frühe Abschlüsse und schnelle Konter, um die Partie doch noch zu drehen. Der Endspurt reichte diesmal jedoch nicht mehr aus: Carouge brachte den Vorsprung über die Zeit und entschied die Begegnung mit 14:12 für sich.
Der SC Kreuzlingen startet somit mit zwei intensiven und lehrreichen Spielen in die neue NLA-Saison – mit einem hart erkämpften Sieg und einer Niederlage, die aufzeigt, dass in den kommenden Wochen noch Steigerungspotenzial vorhanden ist.
Lugano Sharks – SC Kreuzlingen 11:12
Viertelsergebnisse: 1:2, 3:2, 4:4, 3:4
Lugano Sharks:
A.Maksimovic (T), P.Stevanovic, S.Ravetta (1), F.Pagani (1), G.Geninazzi, S.Zanola (1), D.Radivojevic (2), A.Leshchenko, T.Campanella (1), G.Alfano (3), L.Ruscitti (2), N.Ravetta, G.Del Fante, A.Scala
SC Kreuzlingen:
Strkalj (T), Z. Zlomislic (1), B. Pfister (1), M. Cuk (3), M. Würth (1), F. Rickenbach, J. Herzog (C/3), Y. Herzog (1), G. Rickenbach, Ch. Würth, P. Würth (1), P. Carballo (1), M.Tillema, O.Jovanovic
SC Kreuzlingen – Carouge Natation 12:14
Viertelsergebnisse: 5:4, 2:5, 1:4, 4:1
SC Kreuzlingen:
Strkalj (T), Z. Zlomislic (1), B. Pfister (2), M. Cuk (3), M. Würth, F. Rickenbach, J. Herzog (C), Y. Herzog (1), G. Rickenbach (1), Ch. Würth, P. Würth (2), P. Carballo (2), M.Tillema, O.Jovanovic
Carouge Natation:
C. Dubois (T), N.Maddern (5), R.Catillaz, R.Blary (1), R.Petkantchin (2), K. Pontikeas (2), R. Garcia (1), M. Rota, J.Melet (3), D. Thebault, O. Jaquier